vom 11. bis 14. Juni. Lesungen tgl. 15:30h und 17:30h

Neu ist in diesem Jahr: „Weißt Du,  Lotti“ Briefe aus dem Jahr 1931 mit denen der wohlhabende Paul vom Lande die mondäne Berlinerin Charlotte erobern möchte.

Hinzu kommen interaktive Lesungen aus Hermanns Heften (2011, 2012 und 2013). Dabei geht es um Fotographien mit integrierten Texten zur widersprüchlichen Vielfalt der Welt.

Text und Bild, sie streiten
Und umschmeicheln sich
Worte deuteln,
Bilder produzieren sich.

In „Der Mond doziert und Venus trinkt ein Bier“ schließlich stehen Gedichte über Liebe im Vordergrund.


Das gesamte OBACHT!-Programm finden Sie hier.  



 

 

Hermanns Hefte: In der Welt irgendwie

Diese Woche: Trauer





Am 16. März erschienen zum dritten Mal Hermanns Hefte. Hier finden Sie  Kostproben der darin gestalteten Auseinandersetzungen zwischen Bildern und Texten über die Fährnisse des Lebens. Neu in dieser Ausgabe: Verdichtete Erlebnisse aus Zeiten, in denen der Autor noch nichts von der Existenz von Buchstaben wusste.


Text und Bild, sie streiten 

Und umschmeicheln sich.

Worte deuteln,

Farben produzieren sich.

 



Besuchen Sie die 
Lesung am Samstag den 16. März 2013 um 18h
in der Kutv-Buchhandlung, Ligsalzstr. 13

mehr unter www.kutv.de




 

 

Der wirklich eigene Weg von Georgia O'Keeffe

Retrospektive in der Hypo Kunsthalle München

Hermann Gfaller: Himmel über Wolken, nach einem gleichnamigen und ähnlichem Bild von Georgia O'Keeffe

In den USA gilt Georgia O’Keeffe (1887 bis 1986) als wegweisende Pionierin der modernen amerikanischer Malerei. Trotzdem hat es bis 2012 gedauert bis ihr in Deutschland eine umfassende Retrospektive gewidmet wurde. Mehr noch als die Bilder beeindruckt die Entschlossenheit dieser Künstlerin ihren ganz eigenen Weg zu gehen. 


Gerade die berühmten Landschaften und Blumenbilder gefallen mir nicht. Die Farblichkeit ist mir meist ebenso zu aufdringlich wie die „Nahaufnahmen“ der Blüten. Auch wenn ich anerkenne, dass sie vor allem mit letzterem Techniken der Werbefotografie vorwegnimmt. 


 

Der Junge mit dem Fahrrad

Ein nüchternes Sozialisierungsmärchen

Das Filmfest wagt mit „Der Junge mit dem Fahrrad“ einen Eröffnungsfilm fast ohne Glamour. Immerhin hat der Filme einen Preis in Cannes gewonnen - vielleicht auch, weil die beiden Belgier die weibliche Hauptrolle erstmals mit einem Star, der Französischen Schauspielerin Cécile de France, besetzt haben. Der eigentliche Held aber bleibt der vom Vater ins Heim abgeschobene elfährige Cyril. 

 

 


 

Text und Bild, sie streiten - und umschmeicheln sich

Ausstellung und Buchvorstellung

Bilder und Texte diskutieren über ein Leben, das Leben. Nicht immer sind sie sich einig. MIt diesem Thema eröffnete Hermann Gfaller die Kunst- und Textwerk Galerie im Münchner Westend.

Die Auseinandersetzung von Text und Bild findet in drei Formen statt:
- Buch: Vorstellung der neuen Reihe „Hermanns Hefte“. Darin schaut sich der Autor Hermann Gfaller unter dem Titel „In der Welt irgendwie“ in unserer Erlebniswirklichkeit um, und gibt ihre widersprüchliche Vielfalt in Wort und Bild wieder.

- Malerei: Während bei Fotografien Bild- und Textgeschichte miteinander konkurrieren, ringen in der informellen Malerei Text und Bild darum, wer im Vordergrund stehen soll

- Karteikarten: Der Gasteig hat seine Karteikarten zugunsten eines Online-Katalogs ausgemustert. Der Verlag hat einen der ausgemusterten Karteikästen erworben, der von Hermann Gfaller mit poetischem Bildern und Texten gestalteten Karteikarten gefüllt wurde. 

Kunst- und Textwerk Galerie,
München-Westend, Ligsalzstr. 11

 

Leises Weinen statt großes Spektakel

Das letzte Filmfest von Festivalleiter Andreas Ströhl

Anfang und Ende dieses Filmfests sind zum Weinen. Dafür hat der scheidende Festspielleiter Andreas Stöhl mit dem Eröffnungsfilm "Der Junge mit dem Fahrrad" ebenso gesorgt wie mit dem Abschlussfilm "Le Havre". Aber oft geht man ja ins Kino, um sich bewegen zu lassen. Und Ströhl möchte mit seinem künstlerischem und gesellschaftlichen Engagement in Erinnerung bleiben. 


 

Digital Zen

Eine Begnung von Jazz und Fluxus

Der rote Arm bringt die kreativen Artefakte für das Publikum

Ist individuelle Selbstverwirklichung in einer zunehmend digitalisierten Welt noch möglich? Um sich dieser Frage zu widmen hat Cyrus Achouri Digital Zen gegründet, die sich einer möglichen Antwort in einem anhaltenden Prozess annähert.

Die Suche fand im Spannungsfeld eines weitgehend unsichtbaren Produktionsprozesses und der visualisierten Musik satt.

Zu sehen war die aktion 2 am 29. Januar 2011 im Interim, München-Laim. Weitere folgen.



 


 

Engagement statt großer Emotionen

Filmfest München vom 25. Juni bis 3. Juli 2010

Auf dem Münchner Filmfest setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, der wegführt von den großen Gefühlen und hin zu politischen Themen. In diesem Zusammenhang darf man besonders auf die indischen Filme jenseits von Bollywood gespannt sein.

Das Filmfest scheint sich vom Volksfest zur Fachmesse zu entwickeln. Am Augenfälligsten wird das am diesjährigen Plakat. Keine emotionale Filmszene, kein Kuss, kein Star, nur ein himbeerroter Schriftzug auf grellgelbem Hintergrund. Von den einst großen Gefühl blieb nur noch die Poesie des in den vergangenen Jahren eingeführten Löwenzahn-Fallschirms. Festspielleiter Andreas Ströhl beschreibt die Veranstaltungen mit seiner Vielzahl an Preisen als Starthilfe für Newcomer, als Börse der Verleiher für neue Filme. Kollegial träfen sich hier die Filmschaffenden, weil der harte Wettkampf um Palme oder Bär fehle, es lediglich um Förderpreise, um die Aufmerksamkeit der Verleiher und die Gunst des Publikums ginge.



 

 

 

Jenseits von Bollywood

Filmfest München 2010

Indien ändert sich. Insbesondere die IT-Branche erzeugt eine an westlicher Kultur orientierte Mittelschicht, denen gängigen Sozialisierungs- und Märchenschemata der dortigen Filmindustrie nicht mehr reichen. Und so versprach die Festspielleitung Filme jenseits der Bollywood-Klischees. Wer nun aber soziales Kino à la Fassbinder oder Herzog erwartet wird enttäuscht.


Ecce Homo

Heribert Spitzauer, ein Dachauer Maler

Vielen Dachauern gilt der Maler Heribert Spitzauer als einer, der sie immer wieder für die Verbrechen im nahe gelegenen Konzentrationslager an den Pranger stellt. Tatsächlich spielt der Holocaust eine wichtige Rolle im Werk des Künstlers. Dabei geht es ihm nicht um Anklage, sondern darum, seine eigenen Abgründen auszumessen.

 


Vom Verlust der Utopie

Ungeduld und Enttäuschung in der bildenden Kunst

Thomas Morus sucht den optimalen Staat nirgendwo und nennt ihn daher Utopia. Spielt aber auch mit der Bedeutung glücklicher Ort (Eutopia, das im englischen wie Utopia ausgesprochen wird). Gemeint ist England.

Utopien sind out. Selbst Künstlern sind sie inzwischen ausgesprochen verdächtig. Das hindert viele von Ihnen jedoch nicht daran, sich in dem weltweiten Projekt „Utopia Station“ mit dem Projekt für eine bessere Zukunft auseinander zu setzen. Im Sinne dieser Hoffnung machte das Wanderprojekt im November 2003 im Haus der Kunst Station – dort wo einst die Utopie einer faschistischen Volksgemeinschaft und ihrer Kunst beschworen wurde.



Giorgio de Chirico: Odysseus vor Ausfahrt

Wieland Schmied über den Surrealisten in München

Die Propyläen: De Chirico fand in München ein zweites Athen.

In Delphi erfährt Odysseus, dass ihm eine lange Irrfahrt bevorsteht. Der junge Giorgio de Chirico scheint Ähnliches zu ahnen, als er 1906 von Athen nach München reist, um dort Maler zu werden, zum Begründer der Pittura Metafisica, zum Vorläufer des Surrealismus. Wieland Schmied, der der den Künstler Ende der 60er Jahren kennenlernte, berichtet im Gespräch Hermann Gfaller über die lebenslangen Einflüsse aus München.


Berge, Berge, immer wieder Berge

Petra Ellen E. Thalmeier

Pigmente für die "Wandbewegung" dahinter

Seit Jahrzehnten erwandert sich Petra Thalmeier die Alpen, zeichnet dort virtuos die sich ständig ändernden Stimmungen der Berglandschaften. Im Atelier, einer umgebauten Garage, abstrahiert sie ihre Skizzen zu farbenprächtigen Gemälden, versucht den Betrachter am Erwandern der Motive teilhaben zu lassen.

 


Pinakothek der Modene: Vier unter einem Dach

Ein Haus für Architektur, Design, Grafik und Kunst

Die Pinakothek der Moderne erwies sich als Publikumserfolg

Endlich* besitzt München ein repräsentatives Museum für Gegenwartskunst. Jahrzehntelang mussten Bayern ins Rheinland, nach Hamburg oder in die Schweiz fahren, wenn sie wissen wollten, was läuft. Heute rühmt sich der Freistaat eines der europaweit modernsten Konzepte, weil er vier Sammlungen in einer Pinakothek der Moderne, zusammenführt.

*Der Artikel erschien zur Eröffnung des Hauses im September 2002 in magazin [ku:]





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Von den Nibelungen zum Wach-Bauern

Bayerische Kunst von den Nibelungen bis zum Wachbauer



Filmfest München 2011

Das wichtigste Thema:

Kinder sind die Helden. In unserer Welt müssen sie es sein.

In früheren Jahren:

2010: Jenseits von Bollywood
2009: TV-Vorschau und Kunst
2008: Anspielen gegen Fussball
2007: The Band's Visit
2007: J'attends quelqu'un
2007: Holunderblüte
2006: Winterreise
2004: Das Mädchen mit dem Perlenohrring


Der unerfüllbare Traum von einem sicheren Hafen

Aki Kaurismäkis "Le Havre", bezaubernd traurig

Zwei Welten prallen in Aki Kaurismäkis  „Le Havre“ aufeinander: Untergegangene Moralvorstellungen trotzen hier unserer funktionalen Welt, in der betrügerische Finanzhaie finanziert und afrikanische Armutsflüchtlinge wie Schwerverbrecher gejagt werden. Der Regisseur ist sich bewusst, dass er in seinem „ohnehin unrealistischen“ Film keine Antworten geben kann. Stattdessen erzählt er ein verzweifeltes Märchen mit Happy End. 

leider nicht  mehr in Münchner Kinos


Filmfest München 2010

Dieses Jahr versprachen die Veranstalter:

- Jenseits von Bollywood
- Verlorenheit im Ich
- Verloren in der Welt
… und vieles mehr.

In früheren Jahren:
2009: TV-Vorschau und Kunst
2008: Anspielen gegen Fussball
2007: The Band's Visit
2007: J'attends quelqu'un
2007: Holunderblüte
2006: Winterreise
2004: Das Mädchen mit dem Perlenohrring


Yo Tambien (Mee Too)

Foto: Filmfest München

Die spanische Liebesgeschichte des durch Down-Syndrom behinderten Daniel (Pablo Pineda) und der blonden Laura (Lola Dueñas) erobert als Sommerfilm derzeit das deutsche Publikum. Eine leichtfüßig daherkommende Rührgeschichte aus sonnigen Gefilden, die nicht zufällig das Filmfest eröffnete.


Love, Sex aur Dhoka

Jeseits von Bollywood

Bei Love, Sex aur Dhoka (laut Regisssuer so viel wie Karma oder Dao, also etwa spiritueller Weg) handelt es sich um einen in der Moderne angekommener indischer Film, der Wirklichkeit und ihre mediale Vermittlung auf dem Halbkontinent reflektiert. Dabei geht es insbesondere um das doppelbödige Verhältnis gerade westlich erzogener Inder zwischen einer von Gandhi vorgegebenen Staatsideologie und seit Jahrausenden eingeübten Klassen/Kasten-Unterschieden.



Redland

Filmfest München 2010

Der Erstlingsfilm von Asiel Norton spielt während der Großen Depression in den kalifornischen Wäldern. Er wirkt aber nicht wegen der Assoziationen zur aktuellen Wirtschaftskrise, sondern vielmehr durch seine großartigen Naturbilder, in denen menschliche Artifakte störend und schäbig wirken. Auch die Protagonisten wollen sich nicht so recht in die Wildnis fügen - nur die nymphenhafte Heldin scheint eins mit ihrer Natur und ihrer Umgebung.





Ich wollte immer nur Malen

Porträt: Franz Fusseder: "In der Natur sitzen und malen ist das Allerschönste"